DIN EN 15017


Die DIN EN 15017 ist eine Schwach-Norm für Bestattungdienstleistungen, die Werbung mit dieser Norm ist gänzlich unbererechtigt und rechnet damit, dass die Norm dem Publikum nicht bekannt ist.

In Teilen hält DIN EN 15017 Selbstverständlichkeiten im Bestattungswesen oder ohnehin gesetzliche Vorgaben fest.

Es werden im wesentlichen Bereichen, die ein Bestattungsinstitut qualifizieren nur Mindesanforderungen normiert.

Eine gravierende Schwäche von DIN EN 15017 ist, dass nach DIN EN 15017 auch ein Bestatter arbeiten kann, der überhaupt keinen Raum für Besprechnungen mit Angehörige unterhält. Früher nannte man diese Bestatter "Hinterhof-Bestatter" , "Koffer-Bestatter", oder "Katalog-Bestatter" da sie alle Bestattungsangelegenheiten aus dem Koffer heraus getätigt haben. Heute würde der Begriff "Handy-Bestatter" den Sachverhalt auch zutreffend beschreiben.
DIN EN 15017 sagt auch wenig über die Geschäftsausstattung eines Bestatters aus.
Es wird nicht verlangt, dass der Bestatter eine eigene Mindestaustellung haben muß, also z.B. mindestens 10 Särge, 10 Urne, 10 Deckengarnituren oder 10 Talare vorrätig halten muß, damit die Kunden in seinen Geschäftsräumen die verkaufte Ware in Natur ansehen können.
Es reicht aus , wenn ein Subunternehmen z.B. ein Großhändler die Ware vorrätig hält und eine Besichtigung beim Subunternehmen möglich ist.

Gemäß DIN EN 15017 benötigt der Bestatter auch keinen eigenen Leichenwagen für Überführungen. Er kann Subunternehmen beauftragen, die die Überführungen und Aufbahrungen durchführen. Er muß nur sicherstellen, dass die Mitarbeiter dieser Subunternehmen die Normen für die Behandlung Verstorbener einhalten.Wie die Überwachung von wechselndem Personal bei Subunternehmen durchgeführt und garantiert werden soll, bleibt ein Geheimnis.

Nach DIN EN 15017 kann auch ein Bestatter arbeiten, dessen Unternehmen nicht zumindest telefonisch unmittelbar und ständig erreichbar ist ,der also weder nachts noch an Wochenenden oderFeiertagen für Angehörige erreichbar ist.
Auch die Beauftragung von Fremdfirmen für Sarg-und Urnenträgerdienste ist nicht ausgeschlossen, Auch hier bleibt die Überwachung und Gewährleistung von qualifiziertem Personal ein Rätsel.

Es ist bedauerlich und wirft kein glückliches Licht auf das deutsche Bestattungswesen, dass mangels besserer Alternativen mit dem Hinweis auf DIN EN 15017 geworben wird und sogar auf die Zertifizierung dieser Norm von interessierten Seiten großer Wert gelegt wird.

Wir tun uns zur Zeit schwer, uns als Bestattungsunternehmen zu präsentieren, dass mit einer so mängelbehafteten Dienstleistungsnorm, deren Mängel der Öffentlichkeit nicht bekannt sind, zu werben.
Die oben angesprochenen Mängel der DIN EN 15017 finden Sie in unserem Unternehmen nicht.
Insofern können und dürfen unsere Kunden von uns mehr erwarten, als es DIN EN 15017 beschreibt.

Karl Schumacher Bestattungen