Waldbestattung in Holland/Venlo

 

Den Prospekt des Begräbniswaldes können Sie hier online durchblättern.
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Hier stellen wir Ihnen eine weitere
Bestattungsmöglichkeit in Holland vor.

Die folgenden Informationen erfolgen auf Wunsch und mit freundlicher Genehmigung des Stiftungsvorstandes des niederländischen Krematoriums in Venlo. Sie sind einer Präsentationsbroschüre entnommen.

Die Feuerbestattung ist nicht neu.

Beinahe die Hälfte aller Verstorbenen wird in den rund 50 Krematorien in den Niederlanden eingeäschert. Die Anzahl Feuerbestattungen steigt jährlich. Auch die Anzahl neuer Krematorien erhöht sich ständig.

Bereits in der griechischen Antike fanden Feuerbestattungen statt. Auch die sterblichen Überreste der römischen Kaiser Tiberias und Nero wurden verbrannt. Einäschern war in dieser Zeit nur den Reichen vorbehalten, da das für die Einäscherung notwendige und damals knappe Holz sehr teuer war. Im 5. Jahrhundert verlor das Einäschern durch den wachsenden Einfluss des Christentums an Bedeutung.

Link zum Krematorium Venlo

Krematorium Venlo, Niederlande
In unseren Breiten wurde die Einäscherung von Leichen im Jahre 785 durch einen Beschluss von Karl dem Großen bei Todesstrafe verboten. 1867 starb der Hindu Radja von Katapere während eines Aufenthaltes in Florenz. In seinem Testament war festgelegt, dass seine sterblichen Überreste verbrannt werden sollten, so wie es in seinem Land den Traditionen entsprach. Diese Feuerbestattung in Italien war Anlass, um auf einem 1869 in Neapel gehaltenen Freimauerkongress zu fordern, das Einäschern - im Namen der öffentlichen Gesundheit und der Zivilisation - als Pflicht einzuführen. Somit wurde 1875 Italien das erste Land, in dem Feuerbestattungen offiziell erlaubt waren. In den Niederlanden wurde diese Art der Bestattung erst 1968 gesetzlich mit einer Erdbestattung gleichgestellt.

Das erste Krematorium in den Niederlanden "Westerveld" wurde 1913 in der Gemeinde Velsen eröffnet. Danach stieg die Anzahl beständig. 1980 wurde das 20. Krematorium in Heerlen von der Stiftung Krematorium Limburg in Gebrauch genommen. 1987 wurde das 32. Krematorium in Gebrauch genommen; das Krematorium Venlo, ebenfalls durch die Stiftung Krematorium Limburg.

 
Warum einäschern?
Jeder, der sich für eine Einäscherung entscheidet, hat seine eigenen Gründe dafür. Immer mehr Menschen wählen eine Feuerbestattung. Dies wird von der Mehrheit unserer Bevölkerung auch immer mehr respektiert.

Die Stille
Die Stille um das Krematorium wird unterbrochen durch das Schließen der Türen und der Schritte im Kies. Die nächsten Familienangehörigen begeben sich in das Familienzimmer, übrige Verwandte und Interessenten in das Empfangszimmer, um sich auf den Abschied in der Trauerhalle vorzubereiten. Abbildung

Die Trauerhalle
Abbildung Der Sarg wird in die Trauerhalle gebracht. Dort heißt leise Musik im Stile des Verstorbenen alle Eintretenden willkommen.

Der Sarg
Friedlich, umgeben von einer frischen Blumenpracht, steht der Sarg vorne in der Trauerhalle. Wenn die Abschiedsfeier - religiös oder von Sprechern gehalten - beginnt, verklingen die letzten Töne der Musik. Abbildung
 
Der letzte Gruß
Abbildung Gegen Ende der Zeremonie werden die Angehörigen zu einem letzten Gruß aufgefordert. Begleitet von einem letzten Musikgruß laufen sie nacheinander am Sarg vorbei, verweilen kurz mit gebogenem Haupt und verlassen dann die Trauerhalle in Richtung Foyer. Dort kann dann kondoliert werden. Kaffee mit Kuchen oder belegte Brötchen werden serviert.

Die Kremation
Wenn der letzte Gast die Trauerhalle verlassen hat, wird der Sarg zum Ofenraum transportiert. Der Ofen hat beim Einbringen des Sarges eine Temperatur von 800 Grad. Auf dem Sarg befindet sich ein nummerierter feuerfester Identitätsstein. Damit werden spätere Verwechslungen der Aschereste vermieden.

Der Verbrennungsprozess, der ungefähr eine Stunde dauert, verläuft so, dass die sterblichen Überreste nicht von der Brennstoffflamme berührt werden, sondern durch die glühende Luft zur Selbstentzündung kommen. Nach der Verbrennung wird die Asche (ca. 3 kg) sorgfältig in einer Urne eingesammelt. Diese Urne wird zeitweilig in der allgemeinen Nische, einem spezialen Raum im Krematorium, beigesetzt.

Die Verstreuung
Die Hinterbliebenen können in aller Ruhe über die endgültige Bestimmung der Asche beschließen. In der Regel entscheidet man sich für Verstreuen, meistens auf der Streuwiese beim Krematorium. Manchmal entscheidet man sich auch für Verstreuen auf See per Schiff oder Flugzeug.

Die Urne kann auch für längere Zeit im Kolumbarium, einer Urnenhalle im Krematorium, bewahrt werden. Das Kolumbarium kann an jedem Wochentag besucht werden. Die Urne kann auch auf einem Friedhof in einem Urnengrab beigesetzt werden.

Wünsche
Auf Wunsch der Hinterbliebenen kann von der Zeremonie in der Trauerhalle auch eine Tonaufnahme, CD und/oder Minidisk gemacht werden. Die Hinterbliebenen bestimmen, was nach Ablauf des Einäscherns mit den Blumen geschehen soll. Werden diese nicht mitgenommen, dann hinterlegt man die Blumen in der Regel auf der Streuwiese oder beim Kolumbarium.

Beisetzung der Urne
Es ist gesetzlich festgelegt, was nach dem Einäschern mit der Asche geschehen darf. Gegenwärtig kann die Asche verstreut oder beigesetzt werden. Wenn am Tage der Einäscherung die Hinterbliebenen noch keinen Beschluss gefasst haben, wird die Urne in der allgemeinen Nische des Krematoriums für ein Jahr beigesetzt. Die Entscheidung über die Aschebestimmung ist eine persönliche, die vom Verstorbenen zu Lebzeiten oder später von den Hinterbliebenen getroffen wird.
Die Trauerhalle steht für jede Feier, mit bestimmten Ausnahmen, dreißig Minuten zur Verfügung. Nach Ablauf der Zeremonie können Familienangehörige und Interessenten in einem der Empfangssäle zusammenkommen.
Hier besteht die Gelegenheit zum Kondolieren und können, wenn gewünscht, Erfrischungen angeboten werden. Für das Einäschern wird ein einfacher Sarg empfohlen, da der Sarg mit in den Ofen eingeführt wird und Rauchentstehung vermieden werden sollte. Ziersärge, wie auch Kunststoffsärge (Plastik u. ä.) können nicht akzeptiert werden.

Mehr Möglichkeiten
Das Aufführen von rituellen Handlungen oder die Verwendung von Rauchopfern vor, während oder nach dem Einäschern ist nur nach vorhergehender Rücksprache mit dem Krematorium möglich. Außer den Musikstücken, über die das Krematorium verfügt, besteht auch immer die Möglichkeit, dass eigene Kassetten oder CDs während der Feier gehört werden können. Hierfür ist das rechtzeitige Informieren des Beerdigungsunternehmens notwendig, da der entsprechende Tonträger einen Tag vor der Feier im Krematorium sein sollte.

Aschebestimmung
Die Asche bleibt zunächst einen Monat im Urnenraum des Krematoriums. Dieser Raum ist nicht frei zugänglich. Die Beisetzung im Urnenraum kann eventuell für einen längeren Zeitraum als ein Jahr erfolgen, ist aber immer eine vorläufige Bestimmung.

Definitive Bestimmungen sind
- Beisetzung im Kolumbarium (Urnengalerie) des Krematoriums, auf einem Friedhof, zu Hause oder in der Nordsee
- Ascheverstreuung auf den Land oder über See
- die Urne mit der Asche in Holland mit nach Hause nehmen

Beisetzung
Für Beisetzung entscheidet man sich, wenn der Wunsch besteht, die Asche völlig oder einen Teil davon aufzubewahren. Die Asche kann in den Niederlanden mit nach Hause genommen werden. Dafür sind geschmackvolle Zierurnen erhältlich. Hinterbliebene können sich auch für das Aufbewahren eines Teiles der Asche in einem goldenen oder silbernen Medaillon entscheiden. Diese sind ebenfalls wie die Zierurnen bei einem Beerdigungsunternehmen und im Krematorium erhältlich. Wenn man sich für eine Beisetzung in der Nordsee entscheidet, wird die Asche in einer Salzurne von einem Schiff ins Wasser gelassen.
Die Salzurne löst sich im Wasser auf. Die Hinterbliebenen können selbst bestimmen, ob sie bei der Beisetzung anwesend sein wollen oder nicht.

Verstreuen
Auch hier gilt, dass die Hinterbliebenen bestimmen können, ob sie bei der Verstreuung anwesend sein wollen oder nicht. Auch bestimmen sie, ob die gesamte Asche oder nur ein Teil davon verstreut und der restliche Teil in einer Zierurne oder einem oder mehreren Medaillons bewahrt wird. Wenn die Hinterbliebenen es wünschen, können sie die Verstreuung auch selbst durchführen. Dies kann auf Streuwiesen des Krematoriums erfolgen, über See oder an einem, vom Verstorbenen geliebten, Platz. Für die letztgenannte Möglichkeit ist die Zustimmung des Eigentümers des Bodens notwendig.
 
Zum Schluss
Wir bieten die Möglichkeit das Krematorium in Venlo zu besuchen, um sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.
 
Interessenten haben die Möglichkeit sich für die nächste Fahrt zum Krematorium unter der Telefonnummer 0201 - 76 60 70 vormerken zu lassen.
Karl Schumacher Bestattungen